Name: Circus
Anbaugebiet: Mendoza
Rebsorten: Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Vinexus
Preis: 5,49 Euro
Name: Circus
Anbaugebiet: Mendoza
Rebsorten: Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Vinexus
Preis: 5,49 Euro
Name: Baron Philippe de Rothschild
Anbaugebiet: Languedoc-Roussillon
Rebsorten: Cabernet-Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Vinexus
Preis: 7,15 Euro
Name: Le Clos Millésime
Anbaugebiet: Aude, Frankreich
Rebsorten: Merlot, Carignan, Grenache, Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2007
Wo gekauft: JWD
Preis: ca. 5 Euro
Angenehm schlichtes Eti- und Bukett, ersteres kommt mit drei Worten aus, zweiteres mit leichten Frucht- und Gewürznoten. Recht trocken im Mund, einige gut abgerundete Tannine machen den Wein herb und nicht ganz gefällig im dritten Fünftel, aber mit langem, aromatischen Abgang. Insgesamt wirklich gut vinifiziert und sehr ausgewogen! Ein gutes Beispiel für einen gelungenen südfranzösischen Wein, nicht zu fruchtig, nicht zu stark ausgebaut, aber vollmundig und intensiv. Einfach und gut. So wie der Name.
Name: Château Haut Mouleyres
Anbaugebiet: Bordeaux, Frankreich
Rebsorten: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: in Frankreich
Preis: ca. 2,50 Euro / 0,375 ml
In der Nase drängt sich zunächst der Kunststoffkorken auf. Ansonsten ein recht ausgewogenes und zurückhaltendes Bild der Blume. Er zündet kein Aromenfeuerwerk. Ein wenig Sonne würde auch der Zunge gut tun. Das zu Anfang schöne Mundgefühl mit ausgewogenem mittleren Körper wird zudem durch eine leichte, aber penetrant unharmonische Säure gestört. Die verbleibenden Farbreflexe des geleerten Glases haben etwas roséhaftes. Ansonsten hat die Farbe ein unspektakuläres Rubinrot, das zu dem an Besonderheiten leidenden Wein passt. Unspektakulär, langweilig, aber trinkbar
Auch mit der Zeit wird nichts besser. Hatte man zunächst noch die Einbildung die Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon erkennen zu können, schmeckt man gegen Ende nur noch Einheitsbrei.
Name: Finca Beltran Duo
Anbaugebiet: Mendoza, Argentinien
Rebsorten: Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: JWD
Preis: 4,90 Euro
Dieser Wein hat seinen stärksten Auftritt gleich am Anfang: satte tiefrote Farbe, perlt sehr sanft im Glas, die hohe Viskosität lässt ihn fast ölig erscheinen. Volles, fruchtiges Bukett nach Zimt und Kirschen. Der Geschmack überzeugt durch den vollen Körper, hier dominiert zu Beginn Sauerkirsch, dann auch Brombeere und Tabak. Johannisbeere hält sich im Hintergrund, kaum zu schmecken, und ich hätte diesen Tropfen blind nicht als Cabernet erkannt. Trotzdem, die Frucht überzeugt.
Im Abgang wird dann der hohe Tanningehalt erkennbar. Der Wein ist doch recht rauh in der Kehle. Dieser Eindruck verstärkt sich leider mit der Zeit. Nach ein paar Stunden an der Luft ist die Fruchtigkeit größtenteils verflogen, und der Wein hinterlässt ein rauhes, pelziges Gefühl im Mund. Immer noch lecker, aber kein reiner Genuss mehr. Ich bin mir nicht sicher, ob die Flasche einfach noch hätte weiter reifen sollen, aber für einen Neuweltwein ist der Finca Beltran ein etwas ruppiger Zeitgenosse.
Anbaugebiet: Sonoma County, Kalifornien, USA
Rebsorten: Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Kaiser’s
Preis: 3,70 €
Gallo ist seinem Herkunftsland nicht unähnlich. Eine starke Marke mit weltweiter Reputation. Omnipräsent. Hat die (Wein-)Welt geprägt. Bietet für jeden etwas. Verlässlich. Allerdings: klar überbewertet. Deshalb bedarf es schon eines guten Angebots – etwa eines niedrigen Dollarkurses, oder einem Preisnachlass im Supermarkt meines Vertrauens – um hier zuzugreifen. Verlockend wie ein günstiger Flug nach New York steht der Gallo für 3,70 € im Regal. Hier kann man nicht viel falsch machen, also werden einige Flaschen eingecatert.
Fruchtige, blumige Nase, schöne hellviolette Farbe, sehr fruchtiger Geschmack von dunklen Beeren, vor allem Johannisbeere und Kirsche. Der Säuregehalt ist extrem gering, der Abgang kurz, das ganze Geschmackserlebnis ist likörhaft gefällig, in der Aromafülle fast künstlich bis ins parfümierte. Hier hat die kalifornische Sonne ganze Arbeit geleistet. Der Wein ist angenehm am Gaumen, aber anspruchslos, beliebig, ohne Reibungspunkte.
Einige Gläser später hat sich die Aromenfülle nicht ganz halten können, in der Nase schlägt jetzt der Alkohol stark durch und verstärkt den likörhaften Eindruck. Der Gallo ist der Inbegriff des Design-Weins, vinifiziert für den Massengeschmack. Für die normalerweise aufgerufenen 5 Euro würde ich ihn nicht empfehlen, aber im Angebot kriegt man doch recht viel Aroma für sein Geld. Interessieren würde mich die etwas höherpreisige “Turning Leaf”-Reihe, die ebenfalls einen Cabernet Sauvignon einschließt. Müsste man bei Gelegenheit mal eine Flasche mitnehmen.
Name: J.P. Chenet, Cabernet-Syrah, Vin De Pays D’Oc
Anbaugebiet: Languedoc-Roussillon, Frankreich
Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Syrah
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Edeka
Preis: 1,09 € für 0,25l
Der Sche-Pe-Sche-Ne also, diesmal in der Ausführung Cabernet/Syrah, wird heute verkostet. Man findet ihn an jeder Ecke und da ich diesen Massenweinen grundsätzlich nicht viel zutraue, wird auch nur die 0,25l-Flasche geöffnet.
Die Farbe ist ein wenig dünn, aber nicht zu dünn. Die Nase nimmt hauchzarte Noten von Nelken auf. Frucht ist nicht gerade prägend, fällt aber auch nicht negativ auf. Es kommt jedoch ein wenig Stahltank durch. Ansonsten frisch, leicht und ein bisschen grasig. Im Mund dann annähernd das gleiche Bild. Die Nelken dominieren die leicht fruchtigen Anklänge. Das ganze wirkt ein bisschen wässrig. So gut wie keine Tannine und dazu passend eine zurückhaltende Säure. Der Wein ist recht eindimensional, läuft aber ganz gut runter und ist sehr weich. Es stört eigentlich nichts richtig, es scheint auch nichts übermäßig zu gefallen. Der Nachhall ist … da – mittellang, aber nicht intensiv und nicht unangenehm.
Das Fläschchen ist gleich leer und ich komme für mich selbst zum Schluss, dass ein weiteres gar nicht so übel wäre. Insgesamt hat der Wein nichts hervorragendes zu bieten, aber er ist mir zu einem einfachen und alltäglichen Gericht wesentlich lieber als ein dichter, kräftiger, aber unharmonischer Wein, der zumal das doppelte kosten könnte. Wer also nicht viel Wert auf Komplexität, Adstringenz und Volumen legt, der hat hier ein ganz nettes, einfaches Tröpfchen vor sich.
Name: Viajero Winemaker’s Selection
Anbaugebiet: Valle del Maule, Chile
Rebsorten: Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2005
Wo gekauft: Lidl
Preis: 7,99 €
Mal wieder einen Chilenen. Da werden Erinnerungen an den Aroma Fresa wach. Der Viajero ist ein Angebotswein von Lidl, aber mit 7,99 € nicht gerade günstig. Ich bin gespannt was der Wein zu bieten hat.
Das Etikett ist sehr schön gestaltet und enthält alle wesentlichen Informationen. Der Korken bröselt leicht. Im Glas dann erstmal Ernüchterung. Die Nase erkennt zwar sortentypische Cabernet-Aromen, diese treten aber leider nicht deutlich und intensiv hervor. Das Spektrum an Aromen ist durchaus breit, jedoch fehlt die Klarheit, Einfachheit und die Intensität. Der Wein ist ein Zungenschmeichler, keine Frage. Angenehm weich, mit guter Balance zwischen Säure und Tanninen, so rinnt er dem Gaumen entgegen. Die Aromen werden auf der Zunge aber nicht besser, vielmehr bestätigt sich der Eindruck der Nase. Der Wein wirkt etwas kompliziert, fast als würde sich hinter der breiten Front von Aromen Unreinheiten verbergen. Altes, eingeweichtes Holz fällt mir ein. 14 Monate in französischer Eiche wäre die Erklärung, nur dass mir diese Nuancen bei einem solchen Ausbau neu sind.
Beim dritten Glas auf einmal ein Moment der Klarheit. Klare, anregende Frucht! Doch sofort ist sie wieder weg und bleibt auch für den Rest des Abends verschollen. Leider.
Was bleibt ist jedenfalls der Eindruck einen Wein vor mir zu haben, der zwar in der Breite gut aufgestellt ist, dennoch nur mit dem Mundgefühl punkten kann. Für 7,99 € ist mir das eindeutig zu wenig.
Anbaugebiet: Mendoza
Rebsorten: Malbec, Cabernet Sauvignon, Merlot
Jahrgang: 2007
Wo gekauft: war ein Mitbringsel
Preis: ?
Die Nase ist schön fruchtig, aber leicht unrund, und wird von zarten Obstlernoten, die ein wenig sprittig wirken, gestört. Daneben lassen sich Noten von unreifen Früchten wahrnehmen. Die Farbe ist dunkel und ein bisschen trübe. Auf der Zunge überzeugen starke Aromen (Kracher!). Daneben ist auch die Säure recht auffällig. Vegetative Noten, unreife Frucht (vielleicht Stachelbeere), Pflaume und eine leichte Bitterkeit sind auszumachen. Der Abgang ist lang anhaltend und durch die Säure geprägt.
Eigentlich ein ganz passabler Tropfen, der aber nicht jeden Geschmack treffen dürfte.
Name: Cabernet Sauvignon
Anbaugebiet: Paarl, Western Cape, Südafrika
Rebsorten: Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Kaiser’s
Preis: 4,99 €
Ersteindruck: Nach wenigen Tagen wieder ein Cabernet Sauvignon aus Südafrika, diesmal von Nederburg. Die Flasche wurde bereits eine Stunde vorher geöffnet, was vielleicht gar nicht notwendig gewesen wäre. Klare, rubinrote Farbe, aber noch transparent im Glas – nicht dünn, aber auch keine Suppe. Fruchtiges, voluminöses Bukett mit leichtem Holzanklang. Der erste Schluck: ein runder, fruchtiger, junger Cabernet, mit den sortentypischen Aromen nach Cassis, Kirsche, mit fein abgestimmter Säure, frisch und angenehm im Mund. So sanft umspielt er die Zunge, dass man sich fast an Öl erinnert fühlt. Man trinkt sich sofort ein – will man etwas kritisieren, dann dass dieser Wein doch noch etwas harmlos ist und nicht das gesamte Aromenfeuerwerk abbrennt.
Nach ner Weile: Der Cabernet – der heute kein Essen begleitet, da er nicht dazu passte – ist nach dem zweiten Glas noch runder, sanfter, aromatischer geworden. Noch auffälliger seine sanfte, seidige Textur. Ein richtig leckerer Wein, der sich hervorragend entwickelt und an dem man keine Fehler finden mag. Auf deftiges Essen mag ich ihn jetzt nicht loslassen, aber für das gepflegte Glas zum späten Abend ist er perfekt geeignet. Diese Flasche sollte man im Weinregal haben.
Ye sagt: Nicht zu süß, nicht zu sauer.