Name: Baron Philippe de Rothschild
Anbaugebiet: Languedoc-Roussillon
Rebsorten: Cabernet-Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Vinexus
Preis: 7,15 Euro
Name: Baron Philippe de Rothschild
Anbaugebiet: Languedoc-Roussillon
Rebsorten: Cabernet-Sauvignon
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Vinexus
Preis: 7,15 Euro
Name: Le Clos Millésime
Anbaugebiet: Aude, Frankreich
Rebsorten: Merlot, Carignan, Grenache, Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 2007
Wo gekauft: JWD
Preis: ca. 5 Euro
Angenehm schlichtes Eti- und Bukett, ersteres kommt mit drei Worten aus, zweiteres mit leichten Frucht- und Gewürznoten. Recht trocken im Mund, einige gut abgerundete Tannine machen den Wein herb und nicht ganz gefällig im dritten Fünftel, aber mit langem, aromatischen Abgang. Insgesamt wirklich gut vinifiziert und sehr ausgewogen! Ein gutes Beispiel für einen gelungenen südfranzösischen Wein, nicht zu fruchtig, nicht zu stark ausgebaut, aber vollmundig und intensiv. Einfach und gut. So wie der Name.
Name: Premier Cru – Les Peuillets
Anbaugebiet: Burgund, Frankreich
Rebsorten: Pinot Noir
Jahrgang: 2006
Wo gekauft: großer französischer Supermarkt
Preis: ca. 10 Euro
Zunächst herrscht Unklarheit über die Herkunft des Weins. Beim Winzer gekauft oder im Supermarkt? Wohl doch eher im Supermarkt, denn das Herkunftsdorf war nicht angefahren worden. Zum Wein: recht helle, durchscheinende rote Farbe, trotz des Alters von vier Jahren. In der Nase: leichte Störeinflüsse, der Wein riecht ein wenig unreif, mit Grasnoten und frischen Pflanzen. Im Mund geht der Wein sehr angenehm rein, schmeckt süffig und gefällig, ohne lieblich oder kantenlos zu werden. Das Schlückchen hätte alles, was ein guter Zechwein braucht, aber darüber hinaus hat der Wein einen angenehmen Abgang und bleibt noch eine Weile im Rachen präsent. Aromen treten kaum zutage, und der Wein hat ein schwaches Fruchtgerüst (“gewässerte Kirschkerne”), aber das ist auch gut so, denn starke Aromen würden die Süffigkeit und die Leichtigkeit des Weins wohl zunichte machen. Trotz dieser Defizite ist der Wein nicht langweilig und eindimensional. Alles in allem eine angenehme Bouteille, die zwar kein burgundisches Schwergewicht darstellt, sich aber in kürzester Zeit geleert und zufriedene Gesichter hinterlassen hat.
Anna sagt: feminines Etikett.
Ji Ye sagt: Leicht und schmeckt wie Pflanzen.
Name: Château Haut Mouleyres
Anbaugebiet: Bordeaux, Frankreich
Rebsorten: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: in Frankreich
Preis: ca. 2,50 Euro / 0,375 ml
In der Nase drängt sich zunächst der Kunststoffkorken auf. Ansonsten ein recht ausgewogenes und zurückhaltendes Bild der Blume. Er zündet kein Aromenfeuerwerk. Ein wenig Sonne würde auch der Zunge gut tun. Das zu Anfang schöne Mundgefühl mit ausgewogenem mittleren Körper wird zudem durch eine leichte, aber penetrant unharmonische Säure gestört. Die verbleibenden Farbreflexe des geleerten Glases haben etwas roséhaftes. Ansonsten hat die Farbe ein unspektakuläres Rubinrot, das zu dem an Besonderheiten leidenden Wein passt. Unspektakulär, langweilig, aber trinkbar
Auch mit der Zeit wird nichts besser. Hatte man zunächst noch die Einbildung die Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon erkennen zu können, schmeckt man gegen Ende nur noch Einheitsbrei.
Name: Le Bosc
Anbaugebiet: Pays d’Oc
Rebsorten: Cabernet Franc, Syrah
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: JWD
Preis: 4,90 Euro
Zunächst präsentiert sich dieser Wein so wie er sein soll: frisch, aromatisch, fruchtig. Ich setze ihn heute zum Wiener Schnitzel ein, das weintechnisch ja nicht ganz eindeutig ist (eigentlich natürlich eher ein Gericht für ein Bier, aber das war nicht im Haus). Gefällig ist er, säurearm, und tanninarm sowieso, und so läuft er erst mal gut rein.
Nach ner Weile wird dann deutlich: die Aromen von Erdbeere und Traubensaft wissen zwar zu gefallen, auch das Bouquet ist einigermaßen intensiv, aber völlig rein im Geschmack ist der Wein leider nicht. Gerade im Abgang macht sich ein hefiger Unterton bemerkbar, der darauf hinweist, dass dieser Wein nicht ganz sauber vinifiziert wurde. Leider reiht er sich damit ein in die anderen Weine dieses Hauses. Der Weiße (Chardonnay-Sauvignon) ist zwar süffig, aber zu stark geschwefelt und macht Kopfschmerzen, der Rote (Merlot-Syrah) hat einen muffigen Haut-gout. So gesehen ist dieser Vertreter noch der seriöseste unter den Geschwistern, aber letztendlich ist dieser Wein Schlabberwasser.
Ji Ye sagt: So-so.
Anbaugebiet: Luberon, Rhônetal
Rebsorten: Grenache, Syrah
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: JWD
Preis: 3,95 Euro
Ersteindruck: Die Farbe ist recht dünn. Die Nase ist aromenarm. Der erste Schluck hat wenig Körper, ist aber fruchtig frisch und wirkt nach einem harten Arbeitstag belebend.
Dann: Der Wein nimmt über mehrere Gläser keine Fahrt auf. Man hat eher den Eindruck die gefällige und harmonische Frucht baut ein wenig ab. Der Wein ist wie ein junges Rind: verspielt, aber kulinarisch weniger Interessant als ein reiferes Exemplar seiner Gattung. Auffallend, im Vergleich zum wenig ausgeprägten Körper, ist die Mineralität. Die Flasche hat sich zwar schneller geleert als wir dies vermutes hätten, aber dies kann auch daran gelegen haben, dass ein BVG-Ticket nur eine Gültigkeit von 2 Stunden besitzt.
Anbaugebiet: Languedoc-Roussillon (Vin de Pays de la Vallée du Paradis)
Rebsorten: Carignan, Syrah, Grenache Noir
Jahrgang: 2006
Wo gekauft: War ein Mitbringsel
Preis: ?
Schon ein paar Jährchen hat der Wein in der Flasche verbracht, aber die Farbe strahlt recht gefällig, rot, nicht allzu schwer, fast ein wenig durchsichtig auf Beaujolais-Art. Die Nase nimmt ein paar Unsauberkeiten wahr: wenig bis keine Frucht, leicht sauer, naja. Der erste Schluck: uh yeah. Ganz schöner Knaller. Knochentrocken, sehr nüchtern, Tannine, kratzig im Abgang. Der Wein schmeichelt sich so gar nicht an den Gaumen an. Bärbeißig wie ein schlecht gelaunter alter Mann. Gefällt mir ganz gut eigentlich! Ich kann ihn mir gut vorstellen zu gegrilltem Fleisch, weniger zu Käse (wie es das Etikett vorschlägt). Ich würde ihn gerne mal im Vergleich zum Chapelle Sainte Marie trinken, will aber keine zwei Flaschen aufmachen heute. Das Glas ist schnell leer, und ich füll noch mal nach. Nicht das, was man sich so unter Genuss vorstellt, aber einfach und gradlinig. Wie das Etikett.
Name: J.P. Chenet, Cabernet-Syrah, Vin De Pays D’Oc
Anbaugebiet: Languedoc-Roussillon, Frankreich
Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Syrah
Jahrgang: 2008
Wo gekauft: Edeka
Preis: 1,09 € für 0,25l
Der Sche-Pe-Sche-Ne also, diesmal in der Ausführung Cabernet/Syrah, wird heute verkostet. Man findet ihn an jeder Ecke und da ich diesen Massenweinen grundsätzlich nicht viel zutraue, wird auch nur die 0,25l-Flasche geöffnet.
Die Farbe ist ein wenig dünn, aber nicht zu dünn. Die Nase nimmt hauchzarte Noten von Nelken auf. Frucht ist nicht gerade prägend, fällt aber auch nicht negativ auf. Es kommt jedoch ein wenig Stahltank durch. Ansonsten frisch, leicht und ein bisschen grasig. Im Mund dann annähernd das gleiche Bild. Die Nelken dominieren die leicht fruchtigen Anklänge. Das ganze wirkt ein bisschen wässrig. So gut wie keine Tannine und dazu passend eine zurückhaltende Säure. Der Wein ist recht eindimensional, läuft aber ganz gut runter und ist sehr weich. Es stört eigentlich nichts richtig, es scheint auch nichts übermäßig zu gefallen. Der Nachhall ist … da – mittellang, aber nicht intensiv und nicht unangenehm.
Das Fläschchen ist gleich leer und ich komme für mich selbst zum Schluss, dass ein weiteres gar nicht so übel wäre. Insgesamt hat der Wein nichts hervorragendes zu bieten, aber er ist mir zu einem einfachen und alltäglichen Gericht wesentlich lieber als ein dichter, kräftiger, aber unharmonischer Wein, der zumal das doppelte kosten könnte. Wer also nicht viel Wert auf Komplexität, Adstringenz und Volumen legt, der hat hier ein ganz nettes, einfaches Tröpfchen vor sich.
Name: Bordeaux Superieur
Anbaugebiet: Bordeaux
Rebsorten: Unklar
Jahrgang: 2007
Wo gekauft: Kaisers
Preis: 3,99
Der erste Schluck: Trübe, violette Farbe ohne Farbreflektionen. Nichtssagend im Bouquet. Der erste Eindruck: sauer, stumpf, es kommt kaum Geschmack an. Der Wein hinterlässt ein pelziges Gefühl auf der Zunge. Kein Nachhall, ein insgesamt eindimensionales Erlebnis. Zu Tiefkühlpizza kann er nichts kaputtmachen.
Am nächsten Tag: Die Säure hat sich etwas reduziert, der Wein hat geatmet. Jetzt kommen ein paar schwache Fruchtnoten und ein Nachhall von Gras oder grünem Holz an. Kann man trinken, denn es gibt keine Störgrößen. Superior ist an diesem Tropfen allerdings nichts. Empfiehlt sich, wenn Rotwein gebraucht wird, aber aus irgendwelchen Gründen nichts besonderes aufgemacht werden soll.
Name: Château de Chanzé Primeur
Anbaugebiet: Beaujolais
Rebsorten: Gamay
Jahrgang: 2009
Wo gekauft: JWD
Preis: 4,95 €
Der erste Wein des Jahres 2009 kommt aus dem Beaujolais. Helle, pflaumenviolette Farbe, auch in der Mitte durchsichtig. Leichte Unsauberkeiten und ein Hauch von süßem Gebäck in der Nase. Frisch, fruchtig, aber recht säureintensiv und mit wenig Süße. Anfänglich erinnert viel an unreife Frucht, auch etwas Hefe, aber der Eindruck klingt nach ein paar Schlucken ab. Kuriose Mischung aus Traubensaft und Wein, lustig und gut für Trainingszwecke geeignet, aber eine Flasche reicht dann auch.